Die Geschichte des Apollo Elmshorn

Das “Apollo-Theater” eröffnete 1912/13 in Elmshorn und war das beliebteste Kino in der Stadt, bevor das Fernsehen aufkam. Es bot über 90 Jahre lang Filmunterhaltung für die Menschen in Elmshorn. Das Kino befand sich in der Königstraße 25 und verfügte ursprünglich über 323 Sitze, später wurden es 380. Obwohl das Fernsehen in den 1950er Jahren an Popularität gewann, blieb der Kinobesuch eine geschätzte Freizeitaktivität für die Elmshorner.

Im Jahr 1982 wurde das Gebäude Königstraße 25 aufgrund von Brandstiftung vollständig zerstört und musste neu aufgebaut werden. Das neue Kino wurde als modernes “Schachtelkino” mit drei Sälen und einer Kapazität von 116 bis 190 Plätzen errichtet. Es wurde auch zu einem “Verzehrkino” umgewandelt. Ab den 1980er Jahren gehörte das Kino Gerd Schröder aus Uetersen.

In den 2000er Jahren gab es verschiedene Versuche, das Kino zu beleben. Das “Kommunale Kino Elmshorn” wurde 2001 gegründet und bot monatlich anspruchsvolle Filme für ein kulturinteressiertes Publikum zu erschwinglichen Preisen an. Diese Initiative wurde von der Sparkasse Elmshorn finanziell unterstützt. Dennoch war die Resonanz des Publikums bescheiden, und die Gruppe musste nach zwei Jahren den Betrieb einstellen.

Es gab auch Versuche von anderen Betreibern, das Kino zu revitalisieren. Die Brüder Franz und Georg Hoffmeier übernahmen das Kino 2004 und boten eine Vielzahl von Filmen für alle Altersgruppen an. Bernd Keidel und Kai Bartels starteten 2006 mit ihrer Firma “K & B Kinobetriebe” einen ähnlichen Versuch, jedoch mussten sie ein Jahr später aufgeben.

Das endgültige Ende des Innenstadt-Kinos war damit besiegelt, und das Gebäude stand zunächst leer. Im Jahr 2010 wurde das “Apollo Jugend- und Kulturzentrum” gegründet und organisierte Konzerte und Veranstaltungen für jugendliches Publikum im ehemaligen Kino. Diese Initiative war jedoch nur von kurzer Dauer.

Zuletzt wurden Pläne für den Abriss des “Apollo” im Rahmen des Sanierungsgebiets Krückau-Vormstegen erstellt, um Platz für eine Brücke über die Krückau zu schaffen. Diese Pläne wurden vorübergehend verworfen. Stattdessen wurde das Gebäude ab Oktober 2022 als Veranstaltungszentrum vom “Elms Club e.K.” genutzt, welcher leider im September 2023 Insolvenz anmelden musste.

Seitdem kämpfen wir um den Erhalt und die Nutzung des Gebäudes, um den Abriss zu verhindern.

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